Faulschlamm-Mischer TMA
Nach Richtlinie 94/9/EG für Ex-Schutz, Anhang IV, Baumustergeprüft nach ATEX,
Ausführung EX II 1G c / II 2G c T3
Zert. Nr. TÜV 05 ATEX 7157 X

Aufgabenstellung
Faulschlamm-Mischer TMA haben die Aufgabe, den Faulschlamm in Faulbehältern umzuwälzen. Aufgrund der hohen Umwälzleistung wird innerhalb kürzester Zeit mit wenig Energieaufwand der gesamte Behälterinhalt umgewälzt. Da der Faulschlamm durch das Steigrohr gefördert wird, spricht man von einer Zwangsumwälzung. Die Drehzahl des Motors kann über Frequenzumrichter verändert und damit die Durchflussmenge optimal dem Prozess angepasst werden.
  
Förderung von unten nach oben

Bei der Förderung von unten nach oben wird der Schlamm aus dem unteren Teil des Faulbehälters durch die Steigrohrleitung hochgefördert und über die rotierende Umlenkscheibe auf den Schlammspiegel großflächig aufgespritzt. Eine Schwimmschlamm-deckenbildung wird verhindert, eine bestehende Decke wird zerstört.

  
Förderung von oben nach unten

Bei der Förderung von oben nach unten werden Schaum und aufschwimmende Anteile vom Schlammspiegel abgezogen und durch das Steigrohr dem unteren Teil des Faulbehälters zugeführt, um eine optimale Durchmischung zu erreichen.

  
Aufbau
Der vertikale Mischer ist mit einem speziellen Laufrad und mit einer rotierenden Umlenkscheibe ausgerüstet.
Das Laufrad ist mit verschleissfesten Schaufeln ausgeführt.
Eine Welle, die grundsätzlich in unserem Hause auf Eigenfrequenz geprüft wird, nimmt beide Teile auf.
Die Lagerung des Läufers durch Trag- und Führungslager erfolgt im Sitzring.
Der Antrieb erfolgt direkt über einen Elektromotor.
Der Antriebsmotor wird über eine Motorlaterne auf dem Sitzring befestigt.
Das Steigrohr, welches die Zwangsförderung in jeweils beide Richtungen gewährleistet, wird über das Traggerüst und über seitliche Abspannungen durch Stahlseile oder Stangen im Faulbehälter befestigt.
Die einzelnen Rohrstücke sind geflanscht.
  
Laufrad:
Die Mischergrößen 2 und 3 werden in der Regel mit zwei Laufrädern gefertigt. Grundsätzlich werden alle Laufräder mit verschleißfesten Schaufeln ausgeführt.
  
Flanschanschlüsse:
Steigrohrleitung,
Ein- und Auslaufstück DIN 2501, PN 10.
  
Lagerung:
Trag- und Führungslager mit großdimensionierten, fettgeschmierten Wälzlagern.
   
Wellenabdichtung:
Wellendichtringe mit Fettsperrkammer in gasdichter Ausführung alternativ mit Gleitringdichtung.
   
Antrieb:
Über Kupplungen mit Elektromotoren in ex-geschützter Ausführung, mit Zwischengetriebe über Kupplungen oder mit frequenzgeregeltem Elektromotor.
  

  
Beschreibung des Mischers
Der Faulschlamm-Mischer TMA wird senkrecht in den Faulbehälter eingebaut. Die Mischergröße wird bestimmt durch das Faulbehältervolumen, die Anzahl der Faulbehälterumwälzungen und die Laufzeit pro Tag. Der Antrieb erfolgt durch einen Drehstrommotor mit ATEX-Zulassung, der für Rechts- und Linkslauf ausgelegt ist. Dieser sitzt wie auf den Zeichnungen dargestellt, auf einer stahlgeschweißten Motorlaterne. Eine elastische Kupplung dient als Verbindung von Motor- und Mischerwelle.
  
Sitzring
Er wird in Schweißkonstruktion hergestellt. Einstellschrauben für die Montage sind im oberen Flansch des Sitzringes vorgesehen. Bei der Gashaubenausführung wird der Sitzring auf den Flansch der mechanisch bearbeiteten Gashaube aufgeschraubt. Die Abdichtung erfolgt durch einen eingelassenen O-Ring.
Das Traglager des Mischers ist im unteren Bereich angeordnet. Im oberen Deckel des Sitzringes ist das Führungslager eingebaut. Die Lagertemperaturen werden durch eingebaute Temperaturfühler überwacht. Die Kontaktübergabe erfolgt in einem ex-geschützten Klemmkasten, welcher an der Motorlaterne befestigt ist. Die Werte können in das Computer-Leitsystem der Kläranlage eingebunden werden. Mit der später beschriebenen Überwachung des Fettbehälter-Minimalspiegels wird der Mischer, ATEX konform, zur eigensicheren Einheit. Die Schmierung ist durch einzelne Fettleitungen, über eine elektrische Fettpumpe, gewährleistet. Die Gasdichtheit wird durch eine Mehrfach-Lippenabdichtung mit Fettvorlage erreicht. Die Schonhülsen der Welle sind in diesem Bereich gegen Verschleiß hartgepanzert. Weiterhin ist zum Schutz der Lager eine Spritzscheibe mit kleinstem Spalt zum Lager auf der Welle befestigt, um nach oben spritzenden Schlamm am Eintritt ins Lager zu hindern.
  
Laufzeug
Die Welle nimmt den, mit verschleißfesten Schaufeln bestückten, Spezialpropeller, die Umlenkscheibe und die Spritzscheibe auf. Sie ist am unteren Ende - strömungstechnisch günstig - ballig ausgebildet.
Das Laufzeug ist generell statisch und dynamisch ausgewuchtet.
  
Schmiereinrichtung
Die Versorgung der beiden Lager erfolgt durch eine automatische, elektrische Fettschmierpumpe, die durch einen Drehstrommotor angetrieben wird. Die Fettschmierpumpe verfügt über einzeln regulierbare Anschlüsse für Lagerschmierung und Abdichtung. Der Fettbehälter-Minimalspiegel wird über einen Näherungsschalter mit einem eigensicheren Relais für Ex-Zone 1 überwacht.
  
Steigrohrleitung
Die Steigrohrleitung besteht aus geflanschten, duktilen Gussrohren. Das Ein- und Auslaufstück ist aus Grauguss oder duktilem Guss. Als Befestigung am Faulbehälterboden ist ein Traggerüst mit drei kräftigen Abstützungen vorgesehen. Die Füße werden auf einbetonierte Platten geschraubt oder mit Klebeankern befestigt.
  
Abspannungen
Im Bereich des Laufrades wird die Steigrohrleitung durch eine Vierfach-Abspannung fixiert. Größere Steigrohrleitungslängen erfordern gegebenenfalls weitere Abspannungsebenen. Die Stahlseile oder Spannstangen der Abspannungen werden an der Faulbehälterwand mittels Ankerplatten befestigt. Diese Verankerung wird auf einbetonierte Platten geschraubt oder mittels Klebeankern montiert. Baubedingter Höhen- und Seitenversatz wird durch eine spezielle Befestigung ausgeglichen.
  
Anstrich
Luft- und schlammberührte Teile erhalten einen Langzeit-Korrosionsschutz. Komponenten aus nicht rostendem Material erhalten keinen Anstrich, sondern werden gebeizt und neutralisiert.
  
  
Auslegung
Durch eine enge Zusammenarbeit mit Ihnen, sind wir in der Lage, die Mischer für Ihren speziellen Bedarfsfall auszulegen. Arbeitsbereiche über 300mm bei Mischern TMA 3-8 sind möglich.
  
  
 
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